Drei Dortmunder im DJV-Landesvorstand

Überaus stark vertreten ist der Presseverein Ruhr künftig auf der Landesebene des DJV. Beim Gewerkschaftstag (6.5.) in Hagen wurden gleich drei Mitglieder unseres Ortsvereins in den neuen Landesvorstand gewählt. Barbara Merten-Kemper ist jetzt stellvertretende Landesvorsitzende. Katrin Kroemer und Thomas Schwarz wurden für die kommenden zwei Jahre zu Beisitzern in dem insgesamt neunköpfigen Gremium gewählt.

Breite Zustimmung fand ein Antrag des Pressevereins zur Situation journalistischer Kolleginnen und Kollegen in der Türkei. Der DJV-NRW wird sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die DJV-Kommission Europa künftig halbjährlich einen Bericht über die Situation der Pressefreiheit in der Türkei erstellt und veröffentlicht. Zudem wird die türkische Regierung aufgefordert, zu Unrecht inhaftierte Journalistinnen und Journalisten sofort freizulassen.

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Mörderischer Ausflug nach Unna

Journalisten blicken hinter die Kulissen von Europas größtem Krimifestival

Das Fachwerkhaus, in einer Seitengasse von Unna gelegen, lässt kaum vermuten, dass hier das Büro von Europas größtem Krimifestival beheimatet ist. Doch das altehrwürdige Nicolaihaus neben der gleichnamigen Kirche im Zentrum der Kreisstadt bietet für die beiden Organisatoren Sigrun Krauß und Dr. Herbert Knorr genau das passende Ambiente, um die international renommierte Veranstaltungsreihe „Mord am Hellweg“ auf die Beine zu stellen. Für rund 20 Journalisten des Pressevereins Ruhr nahmen sich die beiden Krimi-Spezialisten Zeit, um ihnen einen Blick hiMord am Hellweg 2nter die Kulissen zu bieten. Der Ausdruck Kulisse hat denn auch seine Berechtigung, denn zu dem Festival gehören inzwischen rund 220 Literaturveranstaltungen, die längst zu Inszenierungen geworden sind, wie Sigrun Krauß berichtete. Die Locations selbst sind vollkommen unterschiedlich, mal lesen Autoren in einer Gefängniszelle aus ihren Büchern, mal wird eine alte Fabrikhalle leer geräumt, auch fand bereits in einer Schwimmhalle eine Lesung statt. Selbst unter Tage gab es Gelegenheit, den Worten eines Krimiautors zu lauschen. Der Ort, der die wohl heftigste Kontroverse ausgelöst hat, war zweifellos ein Sex-Club in Unna, doch ließen sich die Wogen wieder glätten, als ein Kulturpolitiker deutlich das Wort ergriff.

Mit dem „Mord am Hellweg“ begann es vor 15 Jahren, noch zu einer Zeit, als das Genre Krimi keineswegs so gut situiert war wie heute. Nicht nur die Literaturgattung hat einen enormen Wandel erlebt, sondern auch das Festival selbst. Die Zahl der Veranstaltungen hat sich vervierfacht, darüber hinaus sind die Besucherzahlen auf zuletzt 28.100 geklettert. Die Zahl der Mitwirkenden lag 2016 bei über 600. Die Bedeutung des Krimifestivals lässt sich aber nicht nur an diesen eher statistischen Werten festmachen, sondern vor allem auch an den Namen, die sich im Programm wiederfinden. Jussi Adler-Olsen, Andreas Eschbach, Nicco French, Joy Fielding, Tess Gerritsen oder Jo Nesbø, um nur einige Beispiele zu nennen, sind allesamt Bestseller-Autoren und sie alle haben bei „Mord am Hellweg“ mitgewirkt.

Durch das Festival sei es gelungen, den Bekanntheitsgrad der Hellweg-Region zu steigern, betonte Herbert Knorr. Zugleich arbeite man daran, das Image des Ruhrgebiets, von dem viele Menschen noch immer denken, es sei von Kohle und Stahl geprägt, zu verändern. Gern nutze er die Gelegenheit, den Autoren bei ihren Besuchen, Sehenswürdigkeiten, Landmarken und Landschaften zu zeigen. Für die Autoren, die an den Krimi-Sammelbänden von „Mord am Hellweg“ mitwirken, besteht ohnehin die Pflicht, sich einige Tage in der Stadt aufzuhalten, in der ihr neuer Kurzkrimi spielt. Denn ohne Ortskenntnisse können sie nun mal nicht authentisch schreiben, erläuterte Knorr. Bislang sind acht Anthologien erschienen die auch gute Verkaufszahlen aufweisen, wie Knorr berichtete. Da gibt es dann Storys mit Titeln zu lesen, wie der Leichenfischer von Rünthe, die Bestie von Oelde, der Schlachter von Wickede oder Dortmunder Leichenglück.

Auf starke Resonanz stößt zudem der Krimiliteraturpreis Ripper Award. An der Abstimmung, wer den Preis erhalten soll, nahmen 2016 rund 10.000 Leser teil. Sie votierten (per Karte oder online) im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit für Sebastian Pitzek, der in der Unnaer Erich-Göpfert-Halle den mit 11.111 Euro dotierten Preis entgegennahm.

Am 6. Mai erhalten Sigrun Krauß und Herbert Knorr selbst eine Auszeichnung. Das Syndíkat, eine Autorengruppe der deutschsprachigen Kriminalliteratur, ehrt die Festivalleitung von „Mord am Hellweg“ mit dem Ehrenglauser 2017 für die Verdienste um den deutschsprachigen Kriminalroman.

Für die Zukunft sehen Krauß und Knorr das Festival gut gewappnet. Die Förderung durch das Land sei inzwischen ein festgeschriebener Posten. Mit dem WDR und der Tageszeitung „Die Welt“ habe man zwei veritable Medienpartner. Allerdings zeige sich, dass die sozialen Medien immer wichtiger werden, schließlichIMG_9582_1 erreiche man auf diese Weise das Publikum schnell und in großer Zahl, meinte Knorr. Die Zeiten der großen Pressekonferenzen mit 30 Medienvertretern gehören nach seinen Worten auch längst der Vergangenheit an, der Umbruch in der Medienlandschaft zeigt Wirkung. Inzwischen werden die Informationen an die zuständigen Stellen gemailt – oder gleich Netz gestellt.

(Text: Theo Körner, Fotos: Anja Cord)

http://www.mordamhellweg.de/

 

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Professioneller Journalismus mehr denn je gefragt

Dortmund. Eine Diskussion über den Umgang mit so genannten Fake-News und die Rolle des Journalismus, die Entscheidung über den Preisträger des Eisernen Reinoldus, Ehrungen sowie Planungen für das Jahr 2017 standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Pressevereins Ruhr.

Gleich zu Beginn waren mahnende und zugleich aufmunternde Worte von Professor Dr. Claus Eurich (Institut für Journalistik an der TU Dortmund) zu hören. Journalisten sollen sich, so betonte er, nicht als Opfer einer medialen Entwicklung betrachten, sondern trotz aller widrigen Umstände Mut und Kraft des Gestaltens bewahren. Gemeinsam mit Bastian Schlange (Netzwerk Correctiv) befasste sich Eurich mit der Frage, welche Möglichkeiten Journalisten haben, Hate Speech und Fake-News, die vor allem über die sozialen Netzwerke verbreitet werden, etwas entgegenzusetzen.

Foto: Anja Cord

Foto: Anja Cord

Soziale Medien sind kein Korrektiv des Journalismus

Beide Referenten betonten, dass vor allem professioneller Journalismus gefragt sei, der mit seinen ihm ureigenen Standards Inhalte auf Facebook und Co. hinterfrage oder bei Bedarf widerlege. Eurich, zu dessen Schwerpunkten in Lehre und Forschung Ethik sowie Kommunikations- und Medientheorien gehören, hob auf wesentliche Kompetenzen von Journalisten ab, die er jetzt mehr denn je als gefragt sieht. Diese reichen von der Nachrichtenauslese und -bewertung über die Einordnung von Informationen bis hin zur fach- und sachgerechten Vermittlungen von Neuigkeiten. Der Wissenschaftler widersprach sehr vehement einer um sich greifenden Denkweise, wonach soziale Medien als Korrektiv des Journalismus verstanden werden können. Zu den Wesensgehalten einer Demokratie gehöre es vielmehr, dass der Journalismus eine Kontrollfunktion habe und diese auch ausüben müsse.

Foto: Anja Cord

Foto: Anja Cord

Nach Worten von Bastian Schlange kommt der Journalismus aber um die sozialen Netzwerke nicht mehr herum, spielen sie doch eine ganz entscheidende Rolle und haben auch maßgeblichen Einfluss auf die Politik. Angesichts der Reaktionszeiten, die die virale Verbreitung von Informationen Politikern und auch anderen Entscheidungsträgern abverlangt, spreche der Blogger Sascha Lobo von einer „Sofortpolitik“. Für Schlange ist eigentlich jeder Journalist mit seinem eigenen Verantwortungsbewusstsein gefragt, um Falschmeldungen auseinanderzunehmen. Im Fall der Fälle müsste man auch juristische Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Das grundlegende Problem der Finanzierung

In der Diskussion mit den beiden Gästen schälte sich aber sehr deutlich ein elementares Problem heraus, nämlich die Finanzierung von professionellem Journalismus. Eurich plädierte für die Bildung von Stiftungen, die sich um diese Thematik kümmern sollen. Auch aus Sicht von Bastian Schlange gilt es, über neue Finanzierungsmodelle nachzudenken, zugleich erinnerte er an die bereits bestehende Stiftung „Vor Ort NRW“, die unter dem Dach der Landesmedienanstalt den Lokaljournalismus fördern will und einen besonderen Fokus auf das Internet richtet. Correctiv selbst, so Schlange, hat zwei konkrete Projekte begonnen, die auf aktuellen Entwicklungen reagieren: Zum einen handelt es sich um das Onlinemagazin „Özgürüz“, das der im deutschen Exil lebende Journalist Can Dündar (ehemaliger Chefredakteur der regierungskritischen türkischen Zeitung Cumhuriyet) und Correctiv gegründet haben und das den Menschen in der Türkei ungefilterte Nachrichten vermitteln will. Noch vor dem Start wurde das Medium in der Türkei nach Angaben von Correctiv gesperrt. Zum anderen wollen das Netzwerk (Sitze: Essen, Berlin) und Facebook zusammenarbeiten, um den Falschmeldungen Herr zu werden. Bislang ist unter anderem geplant, dass Mitarbeiter Inhalte prüfen, die ihnen von Nutzern gemeldet werden. Im Fall der Fälle sollen dann solche Inhalte auch entsprechend gekennzeichnet werden.
Solidarität mit Journalisten in der Türkei

Ferner sprach sich der Presseverein dafür aus, ein klares Zeichen für die in der Türkei inhaftierten und auch drangsalierten Journalisten zu setzen. Für den Gewerkschaftstag am 5. Mai in Hagen wird ein Antrag vorbereitet, der darauf abhebt, Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen sowie die Bedeutung der Pressefreiheit für einen demokratischen Staat zu bekunden.
Die Mitgliederzahlen des Pressevereins haben sich erfreulich entwickelt, gehören ihm doch 491 Journalisten an. Das sind 20 mehr als im Vorjahr. Für das laufende Jahr plant der Ortsverein bei namhaften Firmen und Organisationen. (Text: Theo Körner)

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Jubilarehrung

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Lothar Hausmann geehrt, der sich vom ersten Tag an für die Kolleginnen und Kollegen engagiert. Nachdem er zunächst 1978 Mitglied im Landesfachausschuss für Aus- und Weiterbildung war, wurde er 1980 (!) in den Fachausschuss Zeitschriften gewählt. Dem entsprechenden Bundesfachausschuss gehört er seit 1987 an und ist seit 2001 Vorsitzender.

Foto: Anja Cord

Foto: Anja Cord

Darüber hinaus ist Lothar Hausmann unter anderem Mitglied im DJV-Bundesgesamtvorstand, im Gesamtvorstand NRW sowie in der Verhandlungskommission Gemeinsame Vergütungsregeln Zeitschriften.
Nach Ausbildung zum Verlagskaufmann, Volontariat und sieben Jahren als verantwortlicher Zeitschriftenredakteur begann der damals 30-Jährige das Studium von Journalistik, Soziologie und Rechtswissenschaften. Derweil war er freier Mitarbeiter u.a. für den WDR sowie Burda- und WAZ-Titel. Nach Studienabschluss gründete er mit Kollegen den QuaMedia-Verlag, wechselte dann ins Redaktionsteam des Recherchedienstes Initiative Tageszeitung und ging 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Institut für Journalistik der Uni Dortmund. 1998 etablierte er mit Unterstützung von Uni-Professoren das Medienhaus Dortmund, wo er heute als geschäftsführender Redakteur mit Kollegen Themen rund um Wissenschaft, Wirtschaft und Whistleblowing recherchiert sowie Seminare anbietet.

Darüber hinaus ehrten der Vorsitzende Kay Bandermann und sein Stellvertreter Thomas Schwarz folgende Mitglieder für 25-jährige Treue zum DJV:

Klaus Schultebraucks, Rüdger Hagenbucher, Peter Jablonski, Martin Bommersheim, Dr. Henri Hoffmann, KB, Ina Daniel, Martin Busch. Foto: Anja Cord

v.li. Klaus Schultebraucks, Rüdger Hagenbucher, Peter Jablonski, Martin
Bommersheim, Dr. Henri Hoffmann, KB, Ina Daniel, Martin Busch. (Foto: Anja Cord)

 

 

 

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Bühne frei für den „Eisernen Reinoldus“

Der Direktor des Dortmunder Schauspielhauses, Kay Voges, erhält in diesem Jahr den Ehrenpreis „Eiserner Reinoldus“. Der Presseverein Ruhr würdigt damit die Arbeit des 44jährigen Künstlers. Seine Inszenierungen und sein Spielplan hätten dafür gesorgt, dass Dortmund wieder bundesweit Beachtung und Anerkennung finde, heißt es in der Begründung. So wurde seine Aufführung „Borderline Prozession“ zum Berliner Theatertreffen eingeladen, eine der höchsten Würdigungen in der deutschen Theaterlandschaft.
„Selbst unter den höchst schwierigen Bedingungen des Notquartiers Megastore hat Kay Voges mit seinen ungewöhnlichen Inszenierungen für Gesprächsstoff gesorgt,“ würdigte der Presseverein-Vorsitzende Kay Bandermann die Arbeit des Regisseurs.

Voges ist seit 2010 Intendant des Dortmunder Schauspiels. Seine Inszenierungen sind mutig, oft ästhetisch radikal und nutzen alle zur Verfügung stehenden Medien. Sein Wollen und Wirken endet dabei nicht im Theaterfoyer: Kay Voges sprengt die klassischen Grenzen von Theater, er sucht nach neuen Erzählformen – und arbeitet dabei auch Journalisten zusammen; er mischt sich ein und wirkt in die Stadtgesellschaft hinein. Damit hat er nicht nur ein neues, junges Publikum, sondern auch mehrere und internationale Preise gewonnen.

Der „Eiserne Reinoldus“ wird seit mehr als 50 Jahren vergeben. Der damalige NRW-Ministerpräsident Franz Meyers war 1965 der erste Preisträger. Zuletzt waren Veye Tatah vom Verein Africa positive, Konzerthaus-Intendant Benedikt Stampa und BVB-Präsident Reinhard Rauball mit dem Preis ausgezeichnet worden. Er ist nach dem Dortmunder Stadtpatron benannt. Die Preisverleihung findet im Herbst statt.

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Thomas Schwarz jetzt stellvertretender Vorsitzender

Der freie Journalist und Arzt Thomas Schwarz (51) ist neuer stellvertretender Vorsitzender des Presseverein Ruhr Dortmund/Kreis Unna (PVR). Er löst die Online-Redakteurin Helene Pawlitzki ab, die auf eigenen Wunsch künftig als Beisitzerin des Vorstands fungiert. Das beschloß der Vorstand des PVR auf seiner jüngsten Sitzung. Schwarz gehört dem Presseverein-Vorstand seit mehreren Jahren an. Er ist zudem in den Landesfachausschüssen des DJV-NRW für Freie und Rundfunk aktiv.
Thomas Schwarz arbeitet für den Westdeutschen Rundfunk und ist als Veranstaltungsmoderator tätig.

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Radtour entlang der Emscherkunst – Fotos: Julika Gang

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Radtour entlang der Emscherkunst

Was es mit der Ausstellung Emscherkunst 2016 auf sich hatte, „erfuhr“ der Presseverein Ruhr am Samstag, 3. September, und das im wahren Wortsinn. Per Rad hatten sich rund 20 Mitglieder und Freunde auf den Weg gemacht, strampelten zwar nicht die gesamte Route, aber zumindest das Teilstück von Holzwickede bis zum Phoenixsee ab.

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Die RWE-Tochter Innogy hatte zudem E-Bikes zur Verfügung gestellt, die mehrere Teilnehmer gern für eine Testfahrt nutzten. Um einen Überblick über die Emscherkunst zu bekommen, gab es von der Pressestelle umfangreiches Informationsmaterial.
Die ersten Skulpturen warteten bereits am Start auf die Radler, zum einen „Insect Societies (Part 1)“ von Henrik Hakansson und zum anderen Zelte des chinesischen Künstlers und Regimekritikers Ai Weiwei.

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In Dortmund sah die Gruppe dann unter anderem „Urban Space Station“ von Natalie Jeremijenko, die „Cloud Machine“ von Reiner Maria Matysik und Chiosco, den venezianischen Kiosk von Benjamin Bergmann an. Neben der Auseinandersetzung mit moderner Kunst erhielten die Journalistinnen und Journalisten auch noch eine Themenanregung. Bei der Betrachtung von „Insect Societies“ war gerade eine Imkerin zugegen, die über das Leben und die Liebe in Bienenvölkern erzählte. Zudem hatten die Gäste Gelegenheit, sich selbst ein Bild vom quirligen Leben in den Waben zu verschaffen.

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Die Spezies der Antophila, so die wissenschaftliche Bezeichnung, ist in den vergangenen Jahrzehnten aber ganz erheblich geschrumpft, berichtete die Imkerin. Das liegt nach ihren Erläuterungen vor allem daran, dass es auch immer weniger Imker gibt. Durchaus als Recherchetipp geeignet.

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Im Übrigen hat sich der Presseverein Ruhr als umsichtiger Planer erwiesen, an dem Samstag herrschte strahlender Sonnenschein und es war auch keineswegs zu heiß. Am Tag darauf regnete es mancherorts wie aus Kübeln.

von Theo Körner und Julika Gang (Fotos)

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Die KSK – das unbekannte Wesen ?!

Die Künstersozialkasse ist eine wichtige sozialversicherungsrechtliche Instanz – nicht nur für Künstler, sondern auch für freiberufliche Medienschaffende.
Häufig ändern sich rechtliche Rahmenbedingungen. Es kommt auf die Feinheiten an.
Da hilft es, auf dem aktuellen Stand zu sein.
Deshalb lädt der Presseverein Ruhr zu einer Informationsveranstaltung nach Dortmund ein.

Am 30. Juni 2016, 19.00 Uhr, haben wir den Freienbeauftragten des DJV Michael Hirschler zum Thema „Künstlersozialkasse“ zu Gast.

In der Gastronomie Hövels, Hoher Wall 5 – 7,  wird er eine Einführung zu grundsätzlichen Aufgaben der KSK geben. Im zweiten Teil steht er für eure Fragen rund um den Umgang mit der KSK zur Verfügung.

Veränderte Arbeitssituationen führen häufig zu neuen Fragestellungen in Bezug auf die KSK. Wenn ihr z. B. aus der Festanstellung in die Freiberuflichkeit wechselt, einen Nebenerwerb beginnt, eine Existenzgründung plant oder auch selbst als Auftraggeber auftretet, sollte die veränderte Situation mit den Mitgliedsbedingungen der KSK abgeglichen werden. .

Bitte melden Sie sich per Anwort-Mail an. Das erleichtert uns die Vorbereitung.

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Jahreshauptversammlung März – 2016 Fotos: Pal Delia

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Presseverein wählte Vorstand

Presseverein-Ruhr  JHV - März 2016 Fotos: Pal Delia

Presseverein-Ruhr JHV – März 2016
Fotos: Pal Delia

Der Presseverein Ruhr Dortmund/Unna hat bei seiner Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Kay Bandermann wurde für zwei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt. Zu seinen Stellvertreterinnen wurden Anja Cord und Helene Pawlitzki bestimmt.

Presseverein Ruhr JHV - 2016  Foto Pal Delia  (23)

Auch Joachim Hecker (Schatzmeister) und Johannes Brüne (Schriftführer) wurden erneut gewählt. Beisitzer sind: Pal Delia, Julika Gang, Theo Körner, Jan Kröger, Marian Laske, Stefan Milk, Martin Pape, Katrin Pinetzki und Thomas Schwarz.

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Gast der diesjährigen Hauptversammlung war Dortmunds Sozialdezernentin Birgit Zoerner (SPD). Sie warb für mehr Sachlichkeit in der Flüchtlings-Thematik. Die Stadt bemühe sich gegenüber der Öffentlichkeit um größtmögliche Transparenz und frühzeitige Information. In diese Strategie seien auch die Medien eingebunden, mit deren Arbeit die Dezernentin zufrieden ist. Zoerner warnte in diesem Zusammenhang davor, Hasskommentare und Kampagnen in den sozialen Netzwerken über zu bewerten. Es handele sich ihrer Ansicht nach um eine verhältnismäßig kleine, aber sehr aktive und aggressive Gruppe.

Presseverein Ruhr JHV - 2016  Foto Pal Delia  (4)

Die Versammlung beschloß mehrere Anträge für den kommenden Landesgewerkschaftstag des DJV in Münster. So wird von den NRW-Ministern für Justiz und Inneres gefordert, dass sie den Schutz von Journalistinnen und Journalisten jenseits der regulären Arbeitszeit sicherstellen. Es dürfe kein „Journalisten-Stalking“ etwa durch Rechtsextreme in Dortmund geduldet werden, so die Versammlung. Attacken wie gegen den Dortmunder Ruhr-Nachrichten-Redakteur Peter Bandermann seien eine Nachstellung im Sinne des Strafgesetzbuches und müssten von der örtlichen Staatsanwaltschaft auch so behandelt werden, so der Presseverein Ruhr.

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Bei der Jahreshauptversammlung wurden langjährige und verdiente DJV Mitglieder mit Treuenadel und Urkunde ausgezeichnet.

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Hinter den Kulissen des Urlaubsguru

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Besuch des Pressevereins beim Urlaubsguru. (Foto: Pal Delia)

In der Reihe „Presseverein vor Ort“ folgte rund ein Dutzend Mitglieder der Einladung des Unternehmens UNIQ, das mehrere Schnäppchen-Blogs betreibt, zu den inzwischen bekanntesten gehört der Urlaubsguru. Als die Gründer Daniel Marx und Daniel Krahn vor drei Jahren durchstarteten, machten sie aus ihrem Hobby einen Beruf, denn beide verreisen häufig und gern. Inzwischen hat das Unternehmen über 120 Beschäftigte, verzeichnet ein entsprechendes wirtschaftliches Wachstum und erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem den Gründerpreis des Kreises Unna, berichtete Pressesprecher Jens Krömer den Gästen. Gut eine Woche nach dem Besuch des Pressevereins konnte Urlaubsguru noch eine weitere Trophäe einholen,  hat doch das Online-Marktforschungsinstituts Metrix-Lab die Entscheidung bekannt gegeben, dass der Titel Website des Jahres in der Kategorie Freizeit & Reisen in diesem Jahr erstmals an das Portal der Holzwickeder geht – und das gleich in zwei Wettbewerben. Denn die Veranstalter fragten nicht nur nach der besten Website, sondern auch nach der beliebtesten Präsenz. Beide Male hatte der Guru bei der Abstimmung die Nase vorn.

Das Geschäftsmodell besteht darin, dass die Nutzer günstige, aber auch nach ihren Wünschen adäquate Urlaubsangebote aus dem weltweiten Netz herausfiltern können. Möglich wird das durch die enge Vernetzung von Urlaubsguru mit den Anbietern der Reisebranche. Zur Anwendung kommt damit nach Darstellung von Krömer das Affiliate-Modell: Urlaubsguru bietet seinen Partnern einen neuen Kanal oder eine neue Plattform, wodurch man gezielt zu ihren Angeboten gelangen kann. Bei dieser Form der Kooperation zahlen die Partner eine Provision, da sich für sie zusätzliche (Vertriebs-)wege eröffnen.AH6Q1425
Sprecher Jens Krömer informierte die Gäste über das Geschäftsmodell des Unternehmens UNIQ (Foto: Pal Delia)

Zugleich verstehen sich, wie Krömer hervorhob, Urlaubsguru und die anderen Angebote von UNIQ als Blog. Daher kam die Frage während des Besuches auf, wie es denn mit kritischer Berichterstattung aussehe, ob diese angesichts der wirtschaftlichen Bezüge überhaupt möglich ist. Die sei sehr wohl möglich, unterstrich der Sprecher, räumte allerdings auch ein, dass beispielsweise beim Holiday-Check, den Urlaubsguru durchführt, selten negative Bewertungen zu finden seien. Die Arbeit für den Blog oder die Blogs bezeichnete Krömer als „semi-journalistische“ Tätigkeit.

Meilenstein in der noch jungen Firmengeschichte war dann 2013, als RTL im Juli 2013 über das Unternehmen berichtete. Nach Darstellung von Krömer waren es die kleinen Preise für Reisen, die den Sender bzw. die Redaktion von RTL-Extra dazu veranlasste, über Urlaubsguru zu berichten. Von jetzt an ging es Schlag auf Schlag, die Zahl der Facebook-Freunde schnellte nach oben, es kamen weitere Blogs wie Captain Kreuzfahrt hinzu, ein Schnäppchen-Tool für Kreuzfahrt-Interessierte. Bald sollten mein-haustier.de und prinz-sportlich.de ins Netz und es erfolgte auch der Umzug von Unna in die direkte Nähe zum Dortmunder Flughafen. Mittlerweile ist das Unternehmen auch eine Kooperation mit einem Wetterportal eingegangen, da das dem Wunsch des Kunden entspreche.

Krömer erläuterte, dass Urlaubsguru weder Reiseveranstalter noch Reisebüro sei. Das Geschäft ziele auch keineswegs darauf ab, Reisebüros das Wasser abzugraben, vielmehr verstehe man die Internet-Angebote als Ergänzung.

Die Mitarbeiter von UNIQ sind nach Einschätzung des Sprechers hochmotiviert. Der Gedanke und das Gefühl, etwas Neues aufzubauen, bilde das Fundament. Wenn das Unternehmen neue Mitarbeiter einstellt, sind derzeit noch keine Auszubildenden darunter. Dafür fehlen derzeit noch die entscheidenden Voraussetzungen.

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Eiserner Reinoldus 2015 Preisträgerin Veye Tatah (Gründerin von „Africa Positive“) – Fotos: Pal Delia

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Presseverein verleiht Eisernen Reinoldus an Veye Tatah, Gründerin von Africa Positive

Reinoldius Preis Dortmund 2015 Foto Pal Delia (4)v.l.: Guntram Schneider, Kay Bandermann, Veye Tatah, Birgit Jörder, Daniela Schneckenburger (Jugend-Dezernentin,  Birgit Zoerner (Sozialdezernentin), Thorsten Hoffmann (MdB). (Foto: Pal Delia)

Der Presseverein Ruhr hat Veye Tatah, Gründerin und Initiatorin des Vereins „Africa Positive“, am Freitagabend (6. November) im Dortmunder Rathaus mit dem Eisernen Reinoldus ausgezeichnet. Der ehemalige nordrhein-westfälische Sozialminister Guntram Schneider lobte die Entscheidung des Pressevereins, der damit einen „Volltreffer gelandet habe“, weil die Preisträgerin vorbildlich für „gelebte Integration“ einstehe. „Sie ist ein Multitalent“, sagte der Sozialdemokrat und hob auf ihr vielfältiges, gesellschaftliches Engagement ab, um das sie sich um das Gemeinwohl verdient mache. Die gebürtige Kamerunerin sei nicht nur studierte Informatikerin und Unternehmerin, sondern ebenso mit der Zeitschrift, die den gleichen Namen trägt, wie ihr Verein, als Publizistin tätig. Das Magazin Africa Positive sei „lesenswert, höchst professionell gemacht und spannend geschrieben“, lobte Schneider.

AH6Q0813Blick in den Festsaal (Foto: Pal Delia)

Wenn die Medien heute über Afrika berichten, dann komme der Kontinent sehr häufig als etwas Exotisches daher. Die tatsächlichen Ursachen für die Probleme der afrikanischen Staaten geraten dabei viel zu kurz, meinte der einstige DGB-Landesvorsitzende. Die mangelnde Beschäftigung mit dem Kontinent werde sich aber noch rächen. Denn die Folgen der Entwicklungen seien in Europa aber auch jetzt schon deutlich zu spüren. Ein erheblicher Teil der Flüchtlinge stamme nicht nur aus Syrien oder dem Irak, sondern vor allem auch aus Afrika. Die Redeweise von Wirtschaftsflüchtlingen sei für ihn unverständlich, mit dem Begriff seien doch eigentlich diejenigen gemeint, die der Steuer in Deutschland entgehen wollen. Es handele sich doch oftmals um Armutsflüchtlinge, die Afrika verlassen. Seine Rede nahm Schneider zum Anlass, die finanziell unzureichende Entwicklungshilfe zu kritisieren. Zudem würden EU-Entscheidungen die Situation in Afrika noch verschlimmern, wenn Schlachtabfälle aus Europa dorthin transportiert würden und dazu führen, dass die für die Kleinbauern überlebenswichtigen regionalen Fleischmärkte zusammenbrechen.

Dortmunds Bürgermeisterin Birgit Jörder hob in ihrem Grußwort hervor, dass das Magazin Africa Positive sich mit seiner Berichterstattung von den Stereotypen zu Afrika wie Krieg, Hunger, Krankheiten wohltuend abhebe. Das Magazin, aber auch das Engagement des Vereins für den Unterricht von Migrantenkindern seien dem Einsatz von Veye Tatah zu verdanken, die nicht nur die Idee, sondern auch die Ausdauer gehabt habe, einen solchen Verein aufzubauen und zu organisieren.

Reinoldius Preis Dortmund 2015 Foto Pal Delia (7)Preisträgerin Veye Tatah und der Vorsitzende des Pressevereins Ruhr, Kay Bandermann. (Foto: Pal Delia)

Der Vorsitzende des Pressevereins Ruhr, Kay Bandermann, hob hervor, dass in diesem Jahr zum 50. Mal der Eiserne Reinoldus verliehen werde. Erstmals erhielt ihn 1965 der damalige NRW-Ministerpräsident Franz Meyers. Mit Veye Tatah werde erstmals eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die von einem anderen als dem europäischen Kontinent stamme. Und schließlich gewinne die Preisverleihung durch die große Zahl an Flüchtlingen auch noch an Aktualität in einer Form, die bei der Entscheidung bei der Jahreshauptversammlung im März noch nicht absehbar gewesen sei.

Kay Bandermann ging zudem in seiner Rede auf die Übergriffe von Neonazis auf Journalisten ein. Sie bedrohen sie nicht nur durch Mails und Briefe. Die Rechtsradikalen bedrängten die Kollegen selbst im privaten Bereich. So wurde der RN-Redakteur Peter Bandermann beim Einkauf zu einem Interview gezwungen und die Aufnahmen ins Netz gestellt. Dass die Staatsanwaltschaft trotzdem keinen Anlass sieht, weiter zu ermitteln, sondern das Verfahren mit der Begründung einstelle, die Nachstellungen der neuen Nazis haben noch keine schwerwiegenden Folgen für die Lebensführung von Peter Bandermann, bezeichnete der Vorsitzende als „Skandal“. Erst, wenn der RN-Redakteur wegziehen oder seinen Arbeitsplatz wechseln würde, hätte die Staatsanwaltschaft einen Anlass zum Handeln gesehen. Die Oberstaatsanwaltschaft in Hamm sei derzeit damit befasst, die Entscheidung der Dortmunder Justizbehörde zu prüfen.

Peter Bandermann war am Montag in Berlin mit der „Goldenen Victoria für Pressefreiheit“ ausgezeichnet worden, ein Preis des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger. „Gratulation und Respekt für diese Haltung“, so der Vorsitzende.

Reinoldius Preis Dortmund 2015 Foto Pal Delia (8)Mitglieder des Vereins Africa Positive und des Pressevereins Ruhr (Foto: Pal Delia)

Veye Tatah bedankte sich in ihrer Rede für die Auszeichnung, hob aber auch hervor, dass damit nicht nur sie, sondern auch das Team von Africa Positive geehrt werde, ohne das die Arbeit überhaupt nicht zu leisten wäre. Der oberflächlichen Berichterstattung, die auch bei vielen Medien in Afrika zu beobachten sei, wolle man mit dem Magazin etwas entgegensetzen. Da warte auch weiterhin noch viel Arbeit auf den Verein.

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Die Kunst der Erleuchtung

Presseverein Ruhr besucht Lichtkunstmuseum in Unna

Die Mitglieder des Pressevereins Ruhr haben sich bei ihrem jüngsten Besuch „Vor Ort“ mit dem „Gewicht des Lichtes“ beschäftigt. Das ist der Titel eines Kunstwerkes, das derzeit im Zentrum für Internationale Lichtkunst zu sehen ist. Die Journalisten aus Dortmund und dem Kreis Unna besuchten das Museum, dessen Ruf bis weit über die Grenzen der Region und bis ins nähere und fernere Ausland wirkt.

Das „Gewicht des Lichtes“ ist nicht irgendein Lichtkunstwerk. Der Deutsche Martin Hesselmeier und der der Österreicher Andreas Muxel haben damit den „International Light Art Award“ gewonnen, den das Lichtkunstzentrum zum ersten Mal ausgeschrieben und im Februar dieses Jahres unter großem medialen Interesse in Berlin verliehen hat. Der Direktor des Lichtkunstzentrums, John Jaspers, erklärte während der Führung die Bedeutung des Preises. Und er erläuterte den Journalisten das Sieger-Werk und die anderen Preisträger, deren Arbeiten ebenfalls in dem Unnaer Lichtkunst-Museum zu sehen sind.

Das befindet sich seit dem Jahr 2001 im Gebäude der ehemaligen Lindenbrauerei – und zwar im Keller, was der Lichtkunst optimale Ausstellungsbedingungen garantiert. Die Besucher lernten bei dieser Gelegenheit die beeindruckende Sammlung des Lichtkunstzentrums kennen. Zwölf renommierte Künstler haben dort Werke gestaltet, die sie eigens für den Gewölbekeller entworfen haben. Dazu zählen so bedeutende Künstler wie Mario Merz, Rebecca Horn, Olafur Elliason und Christian Boltanski. Zu den Höhepunkten zählen aber vor allem die beiden Werke von James Turrell, der als einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler gilt – seine Installationen beeindruckten die Pressevereinsmitglieder besonders.

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Presseverein Ruhr ehrt Jubilare

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Auf der Jahreshauptversammlung ehrte der Landesvorsitzende Frank Stach und der Ortsvorsitzende Kay Bandermann langjährige Mitglieder: Oliver Vollmerich, Klaus Yongden Tillmann und Gerald Baars.

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Reinoldus geht in diesem Jahr an Dortmunder Afrikaverein

Der Verein „Africa Positive“ und seine Gründerin Veye Tatah erhalten in diesem Jahr den Ehrenpreis „Eiserner Reinoldus“. Der Presseverein Ruhr würdigt damit ihr Engagement für Integration und Völkerverständigung. „Africa Positive“ vermittele ein Bild dieses Kontinents, das sich bewusst abhebe von den Stereotypen „Hunger, Krankheit, Krieg“‚ erklärt die Journalistenvereinigung zur Begründung. „Gerade in einer Zeit, in der die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen unsere Stadt bewegt, sind die außergewöhnlichen Aktivitäten von Frau Tatah und ihrem Verein gar nicht hoch genug einzuschätzen“, so Kay Bandermann, Vorsitzender der Journalisten-Gewerkschaft.
1998 gründete die aus Kamerun stammende Informatikerin „Africa Positive“. Sie gibt eine vierteljährliche Zeitschrift unter diesem Namen heraus. Die jüngste Ausgabe ist ganz speziell dem Thema Migration und den Ursachen für die Flucht Tausender Menschen aus Afrika gewidmet. Darüber hinaus organisiert der Verein an mehreren Tagen in der Woche Nachhilfe für Kinder afrikanischer Eltern. Ferner hat sich ein Frauennetzwerk etabliert, das sich in den Vereinsräumen im Fritz-Henssler-Haus trifft. Schließlich organisiert „Africa Positive“ in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal das Afro-Ruhr-Festival. Neben Live-Musik, Basar und Kulinarischem stehen Ende Mai Filmvorführungen und Literaturlesungen auf dem Programm.
Der „Eiserne Reinoldus“ wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Der damalige NRW-Ministerpräsident Franz Meyers war 1965 der erste Preisträger. Zuletzt waren Konzerthaus-Intendant Benedikt Stampa, BVB-Präsident Reinhard Rauball und Keuninghaus-Leiterin Helga Kranz mit dem Preis ausgezeichnet worden. Er ist nach dem Dortmunder Stadtpatron benannt. Die Preisverleihung findet im Herbst statt.Redaktionsteam-Africa-Positive

Veye Tatah mit einigen Mitarbeitern des Redaktionsteams von Africa Positive.

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Dortmunder Polizeipräsident Lange zu Gast beim Presseverein

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Presseverein zu Gast bei der privaten Medienakademie WAM – Studium mit enger Verzahnung von Theorie und Praxis

Dortmund. Studieren in kleinen Gruppen, individuelle Lernatmosphäre und eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis prägen die Medienakademie WAM, sagt Direktorin Inez Koestel. Sie nahm sich einen Abend Zeit, um Mitgliedern des Pressevereins die private Einrichtung an der Bornstraße vorzustellen.  250 Studierende werden hier für die „Medien- und Kreativwirtschaft ausgebildet“, erläuterte die Leiterin. Die jungen Leute haben die Wahl zwischen sechs verschiedenen Disziplinen, in denen sie ein sog. WAM-Diplom erwerben können. Den Bachelor ist nicht möglich, weil der Akademie die dafür notwendige Anerkennung fehlt. Wohl aber ein Master-Abschluss, für den aber  ein Auslandsaufenthalt erforderlich wird. Die Studierenden wechseln zu Hochschulen in Großbritannien und Irland, die mit der Dortmunder Akademie zusammenarbeiten. Diejenigen, die sich zu diesem Schritt entschließen, stellen sich vor allem auch sprachlichen Herausforderungen, betonte die Direktorin. 100 Absolventen haben in den vergangenen zehn Jahren den Master geschafft.

Monatliche Studiengebühren

Da es sich um eine private Schule handelt, ergab sich während des Besuchs sehr schnell die Frage, welche Kosten die Studierenden zu tragen haben. 550 Euro pro Monat müssen die jungen Frauen und Männer aufbringen, die drei Jahre lang die Medienakademie besuchen. Wer die Fachrichtung Film- und Fernsehproduktion/Regie studiert, zahlt noch etwas mehr, nämlich 580 Euro im Monat. Einige Teilnehmer finanzieren das Studium mit Hilfe eines Bildungskredites, den die Sparkassen anbieten, berichtete Koestel. Manche junge Leute bekommen Bafög und können damit einen Teil der Kosten abdecken. Oftmals sind es auch die Eltern, die zahlen. Es sei aber nicht zu verkennen, dass zahlreiche Studierende nebenher jobben, ergänzte die Direktorin. Gerade von denjenigen, die Job und Studium miteinander vereinbaren müssen, stamme der Satz, dass sie „gelernt haben, sich gut zu organisieren.“

Breit gefächerter Themenkanon

„Allrounder-Denken“ gehört ohnehin zu den Fähigkeiten, die Teilnehmer entweder mitbringen oder aber sehr schnell lernen sollten. Denn in allen Fachbereichen steht ein breit gefächerter Kanon an Inhalten auf den Semesterplänen. Dabei sind nicht nur fachspezifische Themen angesagt, sondern auch angrenzende Wissensgebiete. Beispiel Kommunikations- und Mediendesign. Neben Bereichen wie Werbetheorie und Design befassen sich die Studierenden auch mit BWL, Rechtskunde und Wirtschaftspolitik. Die enge Anbindung an die Praxis und möglichst realitätsgerechte Gegebenheiten verdeutlichte die Direktorin unter anderem am Beispiel des Fachbereichs TV- und Radiojournalismus/Moderation. Die Teilnahme an einer Lehrredaktion gehört zu den Pflichtaufgaben. Wer Kultur- und Eventmanagement studiert, bereitet ein Kurzfilmfestival im Dortmunder Schauspielhaus vor, „mit allem, was dazugehört“, sagte die Akademiechefin. Von der Akquise über die Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu den organisatorischen Feinheiten reichen die vielfältigen Aufgaben.  Die Studierenden wickeln ein solches Projekt weitestgehend selbstständig ab, Dozenten stehen ihnen natürlich zur Seite. Zum festangestellten Team der Akademie gehören zehn Mitarbeiter, darüber hinaus sind aber auch noch rund 90 freie Referenten im Einsatz.

Notenvergabe und der Ruf der Akademie

Einige Schulungsräume an der Bornstraße erinnern an Hörsäle (in Kleinformat). Zur Ausstattung gehören zudem mehrere digitale Studios. Das Filmstudio ist allerdings ausgelagert, befindet sich aber in unmittelbarer Nähe. Um einen Platz in der Akademie zu bekommen, benötigt man das Abitur, erklärte die Direktorin. Für eine Bewerbung sind Arbeitsproben je nach Fachrichtung erforderlich. „Unsere Absolventen bekommen Stellen bei namhaften PR-Agenturen oder im Bereich des Films, gehen aber ebenso zu  privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern“. Inwieweit es einer solchen Privatakademie überhaupt möglich ist, bei Prüfungen schlechte Noten zu vergeben, wollten die Gäste des Pressevereins wissen. Die Direktorin räumte ein, dass es sich durchaus um eine heikle Frage handele, aber die Noten seien schon reell, schließlich müsse man auch an den Ruf der Schule denken, deren Ursprung schon über 50 Jahre zurückliege. Sie ging hervor aus einer Werbeagentur.

Medienethischer Diskurs

In der heutigen Medienlandschaft sei sehr deutlich zu beobachten, dass der klassische Journalismus zurückgehe, sagte Koestel. Gleichzeitig nutzen und gestalten junge User aber auch die neuen Formate wie Blogs oder Videoportale. Und das nach Worten der Direktorin durchaus mit einer gewissen Kühnheit und Frechheit und zugleich „herzerfrischend“. Wodurch sich schließlich guter Journalismus auszeichne, sei es wert, unter medienethischen Gesichtspunkten diskutiert zu werden. www.wam.de

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WAM-Direktorin Inez Koestel (l.) stellte den Gästen des Pressevereins Ruhr die Medienakademie an der Bornstraße vor.

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Kurt Koszyk ist tot

Der Presseverein Ruhr trauert um dem Reinoldus-Preisträger und „Vater“ des Journalistik-Studiengangs, Professor Dr. Kurt Koszyk. Er starb im Alter von 85 Jahren an Neujahr in der Wahlheimat seines Lebensabends – München.

Kurt Koszyk war Journalist, Institutsleiter, Forscher und Lehrer. Ungezählte Journalistik-Absolventen haben einen Ausbilder verloren, dessen väterliche Art und feinsinniger Humor unvergessen bleibt. Schludrigkeit im Umgang mit der deutschen Sprache verabscheute er genauso wie Vergesslichkeit im Umgang mit der deutschen Geschichte.

Seine Verdienste um den Aufbau des Dortmunder Modell-Studiengangs – dem heutigen TU-Institut für Journalistik – sind hervorzuheben; ebenso seine pressehistorischen Standardwerke. Koszyk arbeitete wie kein anderer das Versagen der Medien in der Weimarer Zeit auf.

Auch für den Presseverein Ruhr hat Kurt Koszyk eine einzigartige Stellung. Er ist in 50 Jahren der einzige Journalist gewesen, der mit dem Ehrenpreis des Vereins – Eiserner Reinoldus – ausgezeichnet wurde. Seine herausragende Lebensleistung gab dafür 1989 den Ausschlag.

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